Jon Riberas
Vorsitzender
Gonvarri Steel Services

Ich muss gestehen, dass mir dieses Thema sofort naheging als die Abteilungen des Unternehmens mich zum ersten Mal auf Emotional Driving ansprachen. Und das nicht nur, weil die Risikovorsorge und Sicherheit ein vorrangiges Unternehmensziel von Gonvarri Steel Services ist, auf das sich bereits seit Jahren alle unsere Anstrengungen konzentrieren, um sicheres Verhalten zu fördern und ein gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen. Diese Initiative sollte noch weitergehen und unsere Unternehmensphilosophie über die Grenzen unserer Standorte und unseres Unternehmens hinaus in das tägliche Leben aller unserer Mitarbeiter tragen, eine Idee, die mich begeisterte.

Bei dieser ersten Kontaktaufnahme mit Emotional Driving dachte ich nicht an das Unternehmen, an die Werke, an Zahlen, an das Wachstum… ich dachte an die Personen, an die 40.000 Mitarbeiter der Gruppe und ihre Familien, an meine Familie, an meine Freunde. Ich dachte daran, dass wir alle Fahrer, Beifahrer und Fußgänger sind, und dass wir Tag für Tag viele Stunden im Auto verbringen. Wie viele Minuten fahren wir jeden Tag im Auto? Wie oft setzen wir uns wöchentlich ans Steuer oder überqueren eine Straße? Wie viele Kilometer legen wir monatlich, jährlich auf der Straße zurück? Das Seltsamste bei der vielen Zeit, die wir auf der Straße verbringen ist, dass wir nie denken, dass uns ein Unfall passieren könnten, dass das etwas ist, was anderen zustößt, immer nur den „Anderen”. Wir selbst sind unverwundbar. Dieses fehlenden Bewusstsein des Problems hat uns viele Jahre lang begleitet und viel Unheil angerichtet.

Deshalb möchte ich der Stiftung AESLEME, Mar Cogollos, Tavo Almela und allen Experten, die an Emotional Driving mitarbeiten und über unsere Verkehrssicherheit wachen, aufrichtig und herzlich danken. Ihre Erlebnisberichte sind beeindruckend und ergreifend und bringen uns vor allen Dingen zum Nachdenken. Denn wir können uns nicht vorstellen, dass so etwas einem unserer Lieben oder einem anderen zustoßen kann. Wir sehen so etwas immer weit entfernt, und es hat den Anschein, dass es uns nicht berührt… bis es dann geschieht. Vor kurzem erlitt der Mann einer Freundin von mir einen Unfall mit seinem Motorrad, auf dem auch sein Sohn mitfuhr. Er verlor ein Bein und der Junge lag im Koma. Der Unfall war durch die Unvorsichtigkeit eines Dritten verursacht, was einmal mehr beweist, dass wir nicht unverletzlich sind, dass wir nur Menschen sind und Fehler machen.

Emotional Driving Madrid

Wir sollten nicht denken, dass uns so etwas nicht passieren kann. Denn es kann geschehen. So wie es vielleicht dir passiert ist oder einem Familienangehörigen oder Bekannten. Manchmal streift uns die Tragödie nur, gibt uns ein Warnzeichen (wir haben alle kleine Zusammenstöße oder Unfälle ohne große Folgen gehabt). Die Frage ist, wie viele Warnzeichen brauchen wir, um uns der Gefahr bewusst zu werden?

Deshalb ist dieses Projekt und die unschätzbare Arbeit, die es leistet, so wichtig für uns. Wie es uns dabei hilft, uns der Gefahr bewusst werden? Mit Realitäten, mit Erlebnisberichten, die uns die Augen und den Geist weit geöffnet und uns die Gelegenheit gegeben haben, dies direkt zu leben und zu fühlen. Das ist meiner Meinung nach das Beste an diesem Projekt, das Wirksamste. Und das alles mit einem positiven Fokus, so wie wir das bei Gonvarri machen.

In diesem Sinne war die Zusammenarbeit mit AESLEME der Schlüsselfaktor für die große Wirksamkeit von Emotional Driving bei der Verbreitung dieser Botschaft, die so überaus wichtig ist, um uns das Problem bewusst zu machen und auf diese Weise tödliche Unfälle und Verletzungen zu vermeiden.

Besonders stolz sind wir darauf, dass wir seit Jahren mit dieser Stiftung an der Förderung der Verkehrssicherheit zusammenarbeiten.

Zusammen schaffen wir es, uns der Verantwortung gegenüber uns, unseren Familien und den anderen Menschen bewusst zu werden, wenn wir ein Fahrzeug fahren, denn wir fahren ja nicht allein. Und wir sind ja auch nicht isoliert von unserer Umwelt. Bei Gonvarri sind wir uns seit jeher der Rolle bewusst, die wir in der Gesellschaft einnehmen, und es ist Teil des Geistes unseres Unternehmens, nicht nur für unsere Mitarbeiter zu sorgen, sondern auch für unsere Umwelt, die Menschen und die Natur.

GONVARRI BURGOS Emotional-Driving

 

Das gehört zu den von unserem Gründer geerbten Werten, die unser Unternehmen stets gekennzeichnet haben: Ehrlichkeit, Bescheidenheit, Beharrlichkeit und Arbeit. Unsere Werte sowie unser Ethik- und Verhaltenskodex sind die Säulen, die die soziale Unternehmensverantwortung der Gruppe tragen und auf die sich unsere Firmengrundsätze und unsere dauernde Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft stützen. Dazu gehören die Zusammenarbeit mit der Stiftung „Lo que de verdad importa” (Was wirklich wichtig ist) zur Verbreitung der universellen Werte unter den jungen Leuten, die Unterstützung der Stiftung Juan XXIII zur Förderung der sozialen und beruflichen Integration von geistig behinderten Personen oder der Beitrag zu dem Projekt World Central Kitchen, das eine großartige Arbeit zur Förderung der gesunden und nachhaltigen Ernährung sowie zur Stärkung der lokalen Wirtschaft in Gebieten mit humanitären Katastrophen leistet, wie z. Z. in Haiti. Hinzu kommen andere, in den Werken selbst entstandene solidarische Initiativen, wie die Kampagnen zugunsten der Nahrungsmittelbank, die Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz, Spielzeug- und Kleidersammlungen, Blutspenden.

Vielleicht sind es diese Werte und Grundsätze, diese Maßnahmen zugunsten unserer Mitarbeiter und der Gesellschaft, die uns am meisten mit Stolz erfüllen, Teil dieses Unternehmens zu sein. Zu wissen, dass für uns, für uns alle das wirklich Wichtigste die Menschen sind. Das ist unsere beste Ergebnisrechnung.

Hinter uns liegen schwierige Jahre. Aber wir haben es geschafft, die Krise zu bewältigen, mit ihr fertig zu werden und sie durchzustehen. Ich kann mit Stolz sagen, dass wir in diesen Krisenjahren gewachsen sind. Jetzt sind wir zwei Unternehmen, GSS y GRI, und anstelle der 26 Werke im Jahre 2007 sind es jetzt im Jahre 2015 40 Werke; im Jahre 2010 hatten wir 3.500 Mitarbeiter, jetzt im Jahre 2015 über 7.500. Darauf können wir stolz sein. Im Unternehmen Gestamp sind wir ebenfalls gewachsen, und das Ergebnis ist, dass Gestamp heute bereits 100 Werke mit über 32.300 Mitarbeitern in 20 Ländern hat.

Alle zusammen sind wir fast 40.000 Personen in über 140 Industriewerken in 26 Ländern. Mit Stolz denken wir daran, wie alles begann, mit dem „Chef”, meinem Vater und Firmengründer. Wo er auch sei, ist er sicher stolz darauf, zu was sich sein Unternehmen entwickelt hat.

Diese Zahlen sind wichtig und für uns ein ständiger Grund zur Zufriedenheit, aber wichtig für uns ist auch das Umfeld, in dem wir leben. Wir kümmern uns nicht nur um den Umsatz, um unser Wachstum, d. h. darum, den Menschen so zu helfen, wie wir es verstehen, indem wir Arbeitsplätze und Reichtum schaffen, sondern wir haben auch die Verpflichtung, der Gesellschaft einen Teil dessen zurückzugeben, was sie uns gegeben hat. Deshalb arbeiten wir seit Jahren mit AESLEME, der Stiftung Juan XXIII, der Initiative World Central Kitchen und der Stiftung „Lo que de verdad importa” (Was wirklich wichtig ist) zusammen. Deshalb ist Emotional Driving so wichtig für uns und so sehr „unser” Projekt.

Ich bin überzeugt davon, dass unser 40.000-köpfiges Team stolz darauf ist, für unser Unternehmen zu arbeiten und sein Wappen in alle Welt zu tragen. In diesem Zusammenhang möchte ich besonders für den Beitrag von Leading the Change danken. Wir sind bereits ein sehr großes Unternehmen und diese Medien helfen uns dabei, uns miteinander verbunden zu fühlen, Teil desselben Unternehmens und derselben Sache.

Abschließend nochmals mein Dank an alle, die an diesem Projekt beteiligt sind, an alle, die es möglich gemacht haben, an alle, die uns ihre Erlebnisberichte und Erfahrungen zur Verfügung gestellt haben, um unser Bewusstsein für dieses Problem weiter zu schärfen (sie haben uns wirklich berührt) sowie an alle, die sich beteiligt haben oder beteiligen werden. Unser Dank dafür, dass Sie uns dabei helfen, so viele Tragödien zu vermeiden.

Und vor allen Dingen mein Dank dafür, dass Sie uns dabei helfen, bessere Menschen zu werden. Das ist der wahre Erfolg.

EDC_Asturias