Milagro del Arroyo

Technische Beraterin

DGT

Laut der letzten Studie der WHO über die Weltlage in Sachen Verkehrssicherheit sterben jedes Jahr über 1,2 Millionen Menschen infolge von Verkehrsunfällen und über 50 Millionen Menschen erleiden Verletzungen. Die WHO versichert, dass man die meisten dieser Tragödien hätte verhindern können, durch eine Verbesserung der Straßen und der Fahrzeuge, aber vor allem durch eine Bewusstseinsschaffung und die Änderung der Verhaltensmuster der Fahrer und der anderen Verkehrsteilnehmer. Genau hier spielen die Kampagnen zur Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung in den verschiedenen Kommunikationsmitteln eine große Rolle. Deshalb sind Unternehmensinitiativen wie Emotional Driving von Gonvarri Steel Services Aktionen, die viel Beifall verdienen.

Die Straßenverkehrsbehörde (Dirección General de Tráfico) ist das Organ, das für die Erstellung, Ausführung und Bewertung der Straßenverkehrspolitik der Staatsverwaltung zuständig ist. Deshalb gehört es zu den Hauptstrategien dieser Behörde, die Informationen, Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung der öffentlichen Meinung zu Risiken im Straßenverkehr und der Notwendigkeit des Einhaltens der Verkehrsregeln zu verbessern, um so die Straßen in unseren Städten und auf dem Land sicherer zu machen. Das Hauptziel der verschiedenen Kampagnen zur Verkehrssicherheit ist, die Unfallquote im Straßenverkehr zu senken, indem Bewusstsein über Verkehrsrisiken in der gesamten Gesellschaft geschaffen wird.

Die konkreten Inhalte dieser Kampagnen konzentrieren sich traditionell darauf, spezifisch gegen die wichtigsten Risikofaktoren vorzugehen, die es im Straßenverkehr gibt (Ablenkungen, Alkohol und Drogen am Steuer, Geschwindigkeitsübertretungen, Fahrzeugzustand usw.). Ebenso soll eine korrekte Benutzung aller Elemente der passiven Sicherheit (Helm, Sicherheitsgurte, Kinderrückhaltesysteme usw.) gefördert werden.

Die verschiedenen Kampagnen finden das ganze Jahr über statt, da das Unfallrisiko immer vorhanden ist. Es werden jedoch mehr und intensivere Kampagnen in den Zeiten durchgeführt, in denen sich das Unfallrisiko erhöht, also in Zeiten, in denen viele Menschen weitere Reisen durchführen, beispielsweise an Weihnachten, Ostern, in den Sommerferien und an langen Wochenenden.

Die Straßenverkehrsbehörde hat in den letzten fünfzig Jahren ungefähr 2000 Kampagnen zur Bewusstseinsbildung im Straßenverkehr durchgeführt. Die ersten fanden mit Plakaten, Bannern und sogar Aufklebern statt, erstmals bereits 1960. Ebenso führte man Kampagnen in der Presse und im Radio durch, wobei diese Medien auf selbstlose Weise mit dieser Organisation zusammenarbeiteten. Anfangs setzte das Verkehrsministerium (DGT) Werbung ein, die auf Humor basierte. Es gab Zeichentrickfiguren, die sich in einer direkten, einfachen und didaktischen Sprache an Gruppen richtete, die wenig Wissen als Fahrer, Fußgänger oder Radfahrer haben.

Die Oberste Straßenverkehrsbehörde (Jefatura Central de Tráfico) war das erste öffentliche Organ, das 1961 eine Fernsehwerbung schaltete. Mit dem Slogan „Ahora sí, ahora no“ (jetzt ja, jetzt nicht) wurde auf gefährliche Überholmanöver hingewiesen. Kurz darauf, im Jahr 1964, kam die erste Fernsehwerbung zu Gefahren im Straßenverkehr, es folgten weitere in den nächsten Jahren. Viele dieser Kampagnen waren sehr bekannt. Viele von Ihnen erinnern sich sicherlich an den bekannten Slogan „Si bebes no conduzcas“ (wenn du trinkst, fahre nicht) mit Stevie Wonder. Das war 1985. Heute werden die Kampagnen der neuen Zeit angepasst. Sie werden über Internet, über die Presse, Radio und Fernsehen geschaltet.

Obwohl sich die Zeiten geändert haben, ist die Botschaft die gleiche geblieben.

In den letzten Jahren, konkret im Jahr 2011, entstand zusätzlich eine neue Kampagne, die auf die Vorbeugung von Arbeitsunfällen zielt, vor allem auf solche, die unterwegs stattfinden. Die Verkehrssicherheit im Arbeitsleben wurde zu einem wichtigen Aspekt. Laut den Daten der Organisation kommt es zwischen montags und freitags von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends zu 60% der Autounfälle. Dabei handelt es sich um die typischen Arbeitszeiten. Und es muss daran erinnert werden, dass es sich praktisch bei einem Drittel der tödlichen Arbeitsunfälle um Verkehrsunfälle handelt. Ziel der Kampagnen ist es, Leben zu retten, deshalb heißt es in der letzten Aktion zur Vorbeugung von Arbeitsunfällen: „Ihre wichtigste Arbeit ist es, am Leben zu bleiben“.

Deshalb freue ich mich sehr, an diesem Buch und an der Kampagne Emotional Driving mitzuarbeiten. Nicht nur, weil wir das gleiche Ziel vor Augen haben, Bewusstsein zu schaffen, um Leben zu retten, sondern auch, weil wir glauben, dass Unternehmen wie Gonvarri Verantwortung für ihre Angestellten und die Gesellschaft übernehmen müssen. Diese Initiative ist ein gutes Vorbild für andere, denn die Verkehrssicherheit ist eine Aufgabe für alle.

DGT